Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

alles zu Fahrplan, Verspätungen, ...

Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon busfan » 5. Jul 2009, 23:16

Hallo admin,

Folgenden Artikel hatte ich seinerzeit in das Forum wg. Brückensperrung gesetzt. War vielleicht ein wenig zu früh für diesen Themenstrang denn die Leute hatten erst mal andere Probleme. Ich möchte aber gerne den Diskussionsfaden wieder aufnehmen. Mein klarer Wunsch wäre, auch zukünftig dieselben Frequenzen, Verbindungen und Haltestellen in Perl zu haben wie jetzt bei dem außergewöhnl. Fahrplan wegen der Brückensperrung. Wenn die Brücke wieder auf ist, können die Busse ja problemlos Nennig anfahren und dann über Perl weiter. Dass der 155 als Schnellbus fungiert und direkt Merzig anfährt, wenn der 159 nach Losheim parallel läuft und über Perl fährt, ist m.E. eine gute Lösung für alle Beteiligten. Auch die Haltestellen- und Parksituation in Perl ist sehr komfortabel, sowohl für die in Perl ansässigen als auch für diejenigen, die aus dem Hinterland kommen und den Parkplatz nutzen.

Wäre schön, wenn die RSW sich hierfür stark machen könnte.

Gruss, busfan

Und hier mein oller Artikel mit noch mehr Vorschlägen, für die man aber ggf. auch einmal die Lokalpolitik bemühen müsste.

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Hallo admin,

zunächst einmal ein Lob für die gefundene Lösung und den Versuch, den Kundenwünschen gerecht zu werden. Ein wenig Motivation muss auch einmal erlaubt sein.

Ich selbst wohne in Perl und finde die Haltestellen dort Weltklasse. Klar ist, das nach Beendigung der Baustellenproblematik die Linien vermutlich wieder über den "Hauptknotenpunkt" Nennig geführt werden. Vielleicht lässt sich aber auch perspektivisch etwas anpassen, um dauerhaft Perl besser zu versorgen, denn was bringt Nennig an Vorteilen? Ist mir sowieso unverständlich, wieso man dies als Hauptachse ansieht und über Sinz gurkt, wobei Perl als eigentlicher Hauptort ein gewisses Schattendasein in der Struktur fristet.

Hierzu habe ich folgende Argumente, die ich gerne diskutieren möchte:

a. Perl verfügt über 2 Anschlüsse an die Autobahn und ist ebenfalls von den anderen Linien, die aktuell über Nennig geführt werden, leicht erreichbar. Ein "Abstecher" über Perl wäre sicherlich auch mit vertretbaren Fahrtzeiten abbildbar, man könnte dann ggf. Besch und Nennig mit abräumen. Fahrtgäste aus Perl müssten nicht bis nach Nennig mit dem KFZ anreisen und dort Parkplätze blockieren, um von einer besseren Taktung zu profitieren. Alternativ wäre denkbar, auf Nennig komplett zu verzichten, wenn sich die Ersatz-Fahrtroute über Ellange bewähren sollte.

b. Perl verfügt über gute Parkkapazitäten. Der Parkplatz am Vereinhaus steht faktisch an Wochentagen den ganzen Tag komplett leer und ist sicherlich angenehmer, als der im Winter unbeleuchtete Parkplatz in Nennig, wo es nicht einmal einen Zebrastreifen gibt.

c. An der Autobahnabfahrt Perl-Borg gibt es ebenfalls einen Park-and-Ride Parkplatz, der gleich mit bedient werden könnte und weiteren Stauraum bietet. Für die Fahrgäste die aus dem saarl. Hinterland per KFZ anreisen, wäre Perl gegenüber Nennig kein Nachteil; der P&R an der Abfahrt sogar eine weitere Einsparung an KFZ Kilometern.

d. Gegenüber dem Vereingshausparkplatz gibt es noch den Perler Sportplatz. Seit langem schon ranken sich Gerüchte, dass das Gelände verkauft werden solle und ein neuer Sportplatz entstehen soll beim Schengen Lyzeum. Es würde der Gemeinde gut anstehen, hier eine Infrastruktur für den öffentl. Nahverkehr in Nähe des Ortskerns aufzubauen und gleichzeitig vernünftige Parkkapazitäten zu schaffen anstatt (vermutlich mal wieder) zu versuchen, das ganze als Bauplätze zu verhökern. Vielleicht steht der Bürgermeister einem solchen Vorschlag offen gegenüber, denn nicht nur die Saarburgerstrasse ist zugeparkt, sondern der ganze Ortskern auch. Die Bushaltestellen im Ortskern sowie vor der Grundschule helfen niemandem weiter, da schlecht anzufahren und keine Parkmöglichkeiten.

e. Der P&R an der Autobahnabfahrt liegt ja mitten in der Pampa, was den Vorteil hat, dass auch hier erweitert werden könnte. Es würde schon ausreichen, das dahinter liegende Gelände, was derzeit von der Strassenwacht genutzt wird, als Parkplatz zur Verfügung zu habe. Das Lagerhaus für das Salz der Strassenverwaltung könnte man sicher auch woanders hinstellen, ohne dass jemand damit Schmerzen hat.

f. Hat jetzt mal nix mit RSW zu tun, aber es gibt jetzt die neue Buslinie der RGTR (315) die die Bushaltestelle an Perl Maimühle anführt. Glückwunsch: Keine Parkplätze, kein Unterstand. Die Leute parken jetzt in landwirtschaftl. Wegen oder auf den Parkplätzen der Einkaufszentren. Würde auch hier mehr Sinn machen, einen zentralen Punkt in Perl anzufahren.

Mir ist klar, dass nicht alles sofort umsetzbar sein wird. Aber weshalb sollte es schaden, die Zeit der Brückensperrung für Gespräche mit Bürgermeister bzw. Landesamt für Strassenwesen zu führen, um dies zu prüfen?

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Schönen Abend

busfan
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon admin » 6. Jul 2009, 07:22

Hallo busfan,

ja, ist richtig. Momentan haben wir andere Themen, aber rechtzeitig im Spätsommer werden wir uns schon Gedanken machen müssen, wie es nach der Brückensperrung weiter geht. Wird der "alte" Fahrplan "eins zu eins" wieder umgeklappt oder gibt es Möglichkeiten der Anpassung, um u.U. veränderten Kundenwünschen gerecht zu werden.

Die heute hohe Frequenz von Perl aufrecht zu halten, wird sehr schwierig werden, da alle Fahrten von Orscholz kommend (155 und 159) einen 15-minütigen Umweg fahren. Dieses Zustand beizubehalten, ist nahezu aussichtslos.

Daher freuen wir uns um jeden Beitrag im Forum, geben aber gleichzeitig kein Versprchen für eine bestimmte Richtung ab.
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon MaZe » 6. Jul 2009, 08:19

Hallo zusammen,

ich muss dem Admin zustimmen! Man kann nicht für alle Busse diesen Umweg (mit Zeitverlust) als Standard setzen...

Mein Vorschlag:
1) Den Losheimer Bus wieder die normale Route (ist logisch, weil der direkte Weg).
2) Den Saarlouiser "Schnellbus" möglichst früh auf die Autobahn bringen - vielleicht ist das noch vor Schengen möglich, um schneller im Saarland zu sein.
3) Den "normalen" Saarlouis-Bus über Remich-Nennig-Perl leiten (geringe Erhöhung der Fahrtzeit).

Durch diese Regelung würde (fast) niemand benachteiligt werden. Der Schnellbus, der zur Zeit noch Moutfort und später eventuell wieder Nennig anfahren müsste, startet ohnehin zeitgleich mit dem Losheimer Bus, der diese Stationen anfährt. Daher könnten diese Haltepunkte für den Schnellbus wegfallen. :D
Sofern Kapazitäten vorhanden sind, könnte ein Perl-Zubringer dafür sorgen, dass zu den Zeiten des Schnellbusses die Perler nicht auf der Strecke bleiben, sondern bis Nennig mit dem Losheimer Bus fahren und dort umsteigen (bzw. morgens genau umgekehrt). Ich denke, dass es sich dort eh nur um zwei bis maximal drei Fahrten je morgens und abends handeln würde. Korrespondiert dies nicht eventuell mit dem jetzigen Nennig-Zubringer nach Perl?? :roll:

Für die angedachte Lösung könnte man dann sogar überlegen, für einen der beiden Saarlouiser Busse eine neue Nummer zu vergeben, damit ALLE Reisenden endlich einmal kapieren, welcher Bus für sie ist und nicht immer mehrmals täglich die armen Busfahrer die Leute aufklären müssen...

Wünsche allen einen schönen Wochenstart ;)
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon Anni1984 » 6. Jul 2009, 19:37

Sorry, busfan.
Aber ich stimme dem admin und MaZe zu. Jeden Tag auf Dauer einen Umweg von 30 Minuten, das muss wirklich nicht sein. Abgesehen davon, dass schon bei der letzten Fahrplanänderung viele auf das Auto umgestiegen sind. Wg. der o.g. Verlängerung der Fahrzeiten :?
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon Anne » 7. Jul 2009, 10:05

Hallo allerseits,

stimmt Anni, war mir auch aufgefallen, dass sichtlich viel weniger Menschen mitfahren als vorher, was auch verständlich ist.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man auf eine Fahrzeitenverlängerung von 15 Minuten seit wir Perl ansteuern, kommen kann. Also, ich bin zwar blond und nicht gerade eine Mathematikerin aber: vorher 6.55 ab Nennig, Ankunft 7.25-7:30 in Luxemburg-Stadt, jetzt 6:25 ab Nennig, Ankunft 7:25 sind bei mir eine halbe Stunde oder verkakuliere ich mich hier etwa? Das gleiche abends, vorher 16:55 ab, um 17:35 am Zoll zu sein, jetzt 16:26 ab Royal, Ankunftszeit in Nennig ist ca. gleichgeblieben. Dementsprechend hat sich die Gesamtfahrzeit um eine ganze Stunde pro Tag verlängert oder anders ausgedrückt, sie hat sich verdoppelt !

Es ist klar, dass der Riesenumweg keinen Sinn macht, wenn die Brücke endlich wieder auf ist, dann würden die Fahrgäste in Scharen weglaufen, es ist ja für alle ein notwendiges Uebel und wird nur akzeptiert, weil es kein Dauerzustand sein soll. Von den erhöhten Kosten für die Fahrbetriebe (Sprit, längere Fahrzeiten für die Fahrer, Kilometerbelastung der Fahrzeuge) wollen wir gar nicht mal reden, jedoch sind diese garantiert hoch, man bedenke: Nennig-Luxemburg Stadt ca. 23 km auf dem direktesten Weg, der Umweg allein entspricht ca. 20 km. Wie es schon andere korrekt bemerkt haben, wäre auch m.E. wünschenswert, den Saarlouis Schnellbus wirklich als solchen zu betrachten und ihn weiterhin auf die schnellste Route über die Autobahn zu schicken, wie z.Zeit gehandhabt. Wenn dann noch ein Losheimer-Bus via Zoll-Kirchberg und ein Perler-Bus via Zoll-Pulvermühle geschaltet werden, sind dann eigentlich alle bedient oder? (bin keine Planerin, versuche nur logisch zu denken, kann jedoch nicht die Anzahl der Busse samt Fahrer berücksichtigen).

Jedenfalls ist dies doch eine willkommene Möglichkeit, sich grundsätzliche Gedanken zu machen, um das Angebot so attraktiv wie möglich zu gestalten und bei Neueröffnung der Brücke mit einer gross angelegten Werbekampagne (auch in Luxemburg und im französischen Grenzgebiet...) auf die Busverbindungen aufmerksam zu machen. Es ist erschreckend, festzustellen, wieviele überhaupt keine Ahnung von der Existenz der praktischen Busse haben und wieviele der Benutzer Wochen- oder Monatskarten kaufen, weil sie einfach nicht wissen, wie und wo sie Jahresabos erhalten können (desöfteren mitbekommen). Es ist eine Super-Gelegenheit, Kunden zu gewinnen und sollte nicht verpasst werden, da spielen sicher auch entsprechende öffentliche Stellen in den 3 Ländern mit, denn alle haben Interesse daran, dass die Autofahrer endlich umsteigen.

Ich wünsche euch allen einen schönen Sommer und denkt daran, wenn es auch ein wenig kühl und regnerisch bleiben sollte, die Natur freut sich darüber!
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon admin » 7. Jul 2009, 10:57

Eine rege Diskussion beginnt - finde ich klasse!

Zur 15-Minuten-Variante hat Anni aus ihrer Sicht (mathematisch gesehen) schon Recht. Die Hauptachse ab Orscholz hat durch frühzeitiges Umschwenken am Potsdamer Platz Richtung Perl "nur" 15 Minuten pro Richtung längere Fahrzeit.

Für Nennig und Besch sieht es hingegen anders aus. Hier kommt es tatsächlich zu der von Anne angesprochenen Verlängerung von einer halben Stunde pro Richtung. Diese Relation ist auch die kritischste bei der Umleitungsplanung gewesen. Ich sage nur "saurer Apfel" ... sorry. Auch das Auffüttern der Zu-/Abbringer Nennig/Perl wirkt nicht viel.

Für die im Herbst bevorstehende Öffnung der Brücke mache ich mir hier in Saarbrücken auch schon viele Gedanken. Wir haben die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Kunden, sei es bzgl. Startort (Nennig, Perl, die entfernten Orte Saarlouis, Merzig, ...), sei es bzgl. Ziel in Luxemburg (Kircherg, Innenstadt-Pulvermühl!, Kannerklinik), sei es bzgl. Abfahrtszeiten. Und dann soll noch alles übersichtlich bleiben, möglichst eine Taktstruktur (Forderung Transportministerium Lux.) mit vielen Wahlmöglicheiten...

Gar nicht so einfach.

Hilfreich sind natürlich Hinweise und Anregungen im Forum oder per Kontakt-Mail an Saar-Pfalz-Bus. Schwierig ist für uns/mich dann das Sondieren der Hinweise/Anregungen. Denn manchmal kollidieren Einzelwünsche mit Wünschen der Allgemeinheit (Mehrheit).

Zur Werbung: ja, da haben wir schon einiges in unserem Portfolio, was man nutzen kann und was wir auch machen. Vielleicht informieren wir an der Zielgruppe vorbei ... Bisher haben wir uns immer auf die klassischen Medien Tageszeitung, Amtsblätter, Haushaltsverteilung (...) konzentriert. Hinweise zur besseren Ansprache der potentiellen Kunden greifen wir gerne auf. Einen Zugang zu Informationsportalen in Banken, Versicherungen, Betrieben in Luxemburg hatten wir noch nicht. Über Unterstützung an dieser Stelle sind wir sehr dankbar. Denn: mehr Kunden, mehr Angebot (siehe Initiative SLS, Dill. > Autobahn-Schnellbus)

Also: Feuer frei!
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon Anne » 7. Jul 2009, 13:54

Ideen für die Werbung, wovon wahrscheinlich etliche schon genutzt wurden:


klare und einfach zu lesende Hinweise im Bus über Tarifstruktur und Jahresabos (Preisvergleich bei wöchentlichem/monatlichem Kauf minus Urlaub, sprich sechs Wochen, ggü. Jahreskarte) und direkte Verteilung der Abo-Flyer im Bus. Gleiche Hinweise an den Haupthaltestellen (Zoll, Royal, Kirchberg...)

Anzeigen schalten in folgenden Medien, dabei Preisvergleiche und Zeitvergleiche nicht scheuen. Beispiel: wenn ich Nennig-Luxemburg Stadt fahre, brauche ich so ziemlich genau die gleiche Zeit wie der Bus, jedoch habe ich sehr viel höhere Spritkosten, muss ein Parkplatz suchen (plus 15 Minuten) und zahlen. Am Ende dauert es länger, macht weniger Spass (habe viele nette Leute dank Bus kennengelernt) und ist teurer mit dem Auto zu fahren. Als Medien kämen z.B. in Frage:
Zeitschriften : Mosella, Luxemburger Wort, Tageblatt, Saarbrücker Zeitung, L'Essentiel, Point 24, Le Républicain Lorrain (Ausgabe Thionville), Musel Zeidung (http://www.muselzeidung.lu)
Internetseiten: http://www.perl-mosel.de; http://www.wort.lu; http://www.tageblatt.lu; http://www.lessentiel.lu; http://www.point24.lu; http://www.diegrenzgaenger.lu; http://www.lesfrontaliers.lu; http://www.republicain-lorrain.fr

Ausserdem die Kommunen, Bürgermeister ansprechen, die haben vorrangig Interesse daran, dass die Leute auf den Bus umsteigen und können dementsprechend bei Events Plakate aufstellen lassen. Wieso nicht z.B. einen speziellen Shuttleservice bei Grossveranstaltungen wie Weinfest oder Internationaler Trödelmarkt Nennig einplanen und diesen als Werbemittel nutzen? Diese Events sind eine reine Katastrophe, wenn es um den Transport geht, es gibt zur Zeit keine andere Möglichkeiten, als das Auto zu nutzen. Da wäre Werbung kombiniert mit Shuttle-Service effektiv (Bürgermeister Schmidt in Perl kontaktieren über http://www.perl-mosel.de).

Die Internetseiten von "Die Grenzgaenger" und "Les Frontaliers" werden viel gelesen, ausserdem verschicken die Moderatoren wöchentlich E-Mails mit den Grundinformationen an die eingetragenen Leser. Dabei war schon oft der Aerger der Franzosen über die chaotischen "neuer Bus/doch kein Bus" Verbindungen ein Aufhänger. Es gibt schon etliche Personen, welche im französischen Grenzgebiet wohnen und die deutschen Busse nutzen. Mit ensprechenden Infos, wäre was zu erreichen.

Die Luxemburgische Handelskammer (http://www.cc.lu) könnte z.B. ein Rundchreiben an seine deutschstämmigen Mitgliedsunternehmen schicken, mit präzisen Informationen zu Taktfrequenzen, Preise usw. Das gleiche würde auch die ABBL (http://www.abbl.lu), welche etliche deutsche Banken am Platz als Mitglieder zählt machen. Die Unternehmen haben alle Interesse daran, dass die Angestellten keine Parkplätze brauchen.

Die Stadtverwaltung Luxemburgs sollte auch angesprochen werden, die haben ihre eigenen Wege und Mittel, Informationen zu verbreiten. Man sollte nicht vergessen, dass ein wesentlicher Pluspunkt der deutschen Busse ist, dass diese eben nicht durch die ganzen Dörfer herumgurken und überall anhalten, sondern schnell zum Ziel kommen und das interessiert ganz besonders viele Luxemburger, welche z.B. in Remich und Umgebung wohnen (wurde schon mehrmals gefragt). Managerin der Stadt Luxemburg ist Géraldine Knudson, 9 rue Chimay in 2090 Luxembourg. In Remich sollte jedensfalls informationstechnisch etwas geschehen (Werbung auf der Fähre z.B).

Eine letzte, nicht zu unterschätzende Möglichkeit: direkte Werbung an den Grenzpunkten z.B. Schengen, Zoll usw indem Flyer im Stossverkehr verteilt werden (wenn möglich) oder Plakate einsetzen.

Letzendlich fällt mir bei der Werbung immer das gleiche auf: es wird viel zu viel vom Leser gefordert, er muss nachdenken und sich die Informationen dann vom Netz oder egalwo herholen und dass ist ein massiver Grund, weshalb es eben nicht funktioniert: dass macht kaum einer. Demnach sollte die Message so einfach wie prägnant sein, Humor hilft auch sich etwas zu merken. Null-acht-fünfzehn Werbung bringt nicht, sie wird schlichtweg übersehen. Motto könnte im Comic-Stil sein:
X fährt täglich mit seinem Auto von Perl (Ort anpassen je nach Verteilung der Unterlagen) nach Kirchberg. Dies kostet .... monatlich und reichlich Nerven. Mit dem Bus würde er nur ... zahlen, wäre pünktlich am Arbeitsplatz und könnte sich sogar dabei ausruhen.

Na ja, egal wie, jedenfalls klare Vergleiche ziehen über Kosten, Zeitaufwand (Fahrzeit + Parkplatzsuche...). Diese Sprache verstehen alle, nur sagen, dass der Bus besser ist, oder einfach die "hier sind wir, nutzt uns" Masche, zieht nicht als Argument und Bilder von Bussen fallen nicht auf.

Für die texte auf französisch könnte ich wenn nötig behilflich sein, habe schon einiges an Uebersetzungen erlebt, über die einfach nur gelacht werden konnte. Bei den Kontakten mit der ABBL und Handelskammer Luxembourg auch.

Das ist ein Anstoss, ich bin sicher, dass die Mitfahrenden noch einiges Holz auf Lager haben, nun los Leute, lasst sprudeln! :D
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon admin » 7. Jul 2009, 14:53

... erst mal ein kurzes und knappes: DANKE.
Na das nenn´ ich mal Ideen-Quelle! Sehr umfangreich - sehr hilfreich ...
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon chris » 8. Jul 2009, 11:43

das Thema ist wirklich etwas verfrüht aber schon interessant wie man lesen kann.
leider beteiligen sich immer noch zu wenige an diesem Forum bzw. wissen nichts davon.
es sind leider nur wenige und fast immer dieselben die hier aktiv sind.

hab gestern im 159er mal von der Idee erzählt die Busse auch nach der Brückensperrung weiter über Perl fahren zu lassen.
schade, die Kommentare dazu wären sicher hier sehr amüsant gewesen. :D

Irgendwie haben schon einige von den nicht enden wollenden Mosel- und Weinbergrundfahrten die Nase voll.
Besonders die schon davor die Innenstadt- und Kirchbergrundfahrt mitmachen.

Aber es lässt hoffen, man will ja alle Bedürfnisse von Fahrgästen Kircherg, Innenstadt-Pulvermühle, Kannerklinik berücksichtigen.
Obwohl das in der Vergangeheit erfahrungsgemäß nicht gerade glaubhaft rüberkam.
Das Unverständnis darüber war groß.

Es wurde ja auch eine neue Regierung in Luxemburg gewählt und vielleicht wird es nach der Sommerpause des Parlaments auch mal einen frischen Wind in Form eines neuen Ministers für Transport und Verkehr geben.
Laut Herrn Pascal Back aus dem Ministerium hat die Saar-Pfalz-Bus volle Handlungsfreiheit für ihre Saar-Lux-Linien.
Sie selbst beteiligen sich daran nur indirekt. Was immer das heißen soll.
Das Luxemburger Wort berichtete in ihrem ersten Artikel Saar-Lux-Bus "An den Bedürfnissen vorbei" am 16.05.2009 darüber.

OK, ich klinke mich zum gegebenen Zeitpunkt dazu hier wieder ein.
Schöne Ferien.

Christian




busfan hat geschrieben:Hallo admin,

Folgenden Artikel hatte ich seinerzeit in das Forum wg. Brückensperrung gesetzt. War vielleicht ein wenig zu früh für diesen Themenstrang denn die Leute hatten erst mal andere Probleme. Ich möchte aber gerne den Diskussionsfaden wieder aufnehmen. Mein klarer Wunsch wäre, auch zukünftig dieselben Frequenzen, Verbindungen und Haltestellen in Perl zu haben wie jetzt bei dem außergewöhnl. Fahrplan wegen der Brückensperrung. Wenn die Brücke wieder auf ist, können die Busse ja problemlos Nennig anfahren und dann über Perl weiter. Dass der 155 als Schnellbus fungiert und direkt Merzig anfährt, wenn der 159 nach Losheim parallel läuft und über Perl fährt, ist m.E. eine gute Lösung für alle Beteiligten. Auch die Haltestellen- und Parksituation in Perl ist sehr komfortabel, sowohl für die in Perl ansässigen als auch für diejenigen, die aus dem Hinterland kommen und den Parkplatz nutzen.

Wäre schön, wenn die RSW sich hierfür stark machen könnte.

Gruss, busfan

Und hier mein oller Artikel mit noch mehr Vorschlägen, für die man aber ggf. auch einmal die Lokalpolitik bemühen müsste.

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Hallo admin,

zunächst einmal ein Lob für die gefundene Lösung und den Versuch, den Kundenwünschen gerecht zu werden. Ein wenig Motivation muss auch einmal erlaubt sein.

Ich selbst wohne in Perl und finde die Haltestellen dort Weltklasse. Klar ist, das nach Beendigung der Baustellenproblematik die Linien vermutlich wieder über den "Hauptknotenpunkt" Nennig geführt werden. Vielleicht lässt sich aber auch perspektivisch etwas anpassen, um dauerhaft Perl besser zu versorgen, denn was bringt Nennig an Vorteilen? Ist mir sowieso unverständlich, wieso man dies als Hauptachse ansieht und über Sinz gurkt, wobei Perl als eigentlicher Hauptort ein gewisses Schattendasein in der Struktur fristet.

Hierzu habe ich folgende Argumente, die ich gerne diskutieren möchte:

a. Perl verfügt über 2 Anschlüsse an die Autobahn und ist ebenfalls von den anderen Linien, die aktuell über Nennig geführt werden, leicht erreichbar. Ein "Abstecher" über Perl wäre sicherlich auch mit vertretbaren Fahrtzeiten abbildbar, man könnte dann ggf. Besch und Nennig mit abräumen. Fahrtgäste aus Perl müssten nicht bis nach Nennig mit dem KFZ anreisen und dort Parkplätze blockieren, um von einer besseren Taktung zu profitieren. Alternativ wäre denkbar, auf Nennig komplett zu verzichten, wenn sich die Ersatz-Fahrtroute über Ellange bewähren sollte.

b. Perl verfügt über gute Parkkapazitäten. Der Parkplatz am Vereinhaus steht faktisch an Wochentagen den ganzen Tag komplett leer und ist sicherlich angenehmer, als der im Winter unbeleuchtete Parkplatz in Nennig, wo es nicht einmal einen Zebrastreifen gibt.

c. An der Autobahnabfahrt Perl-Borg gibt es ebenfalls einen Park-and-Ride Parkplatz, der gleich mit bedient werden könnte und weiteren Stauraum bietet. Für die Fahrgäste die aus dem saarl. Hinterland per KFZ anreisen, wäre Perl gegenüber Nennig kein Nachteil; der P&R an der Abfahrt sogar eine weitere Einsparung an KFZ Kilometern.

d. Gegenüber dem Vereingshausparkplatz gibt es noch den Perler Sportplatz. Seit langem schon ranken sich Gerüchte, dass das Gelände verkauft werden solle und ein neuer Sportplatz entstehen soll beim Schengen Lyzeum. Es würde der Gemeinde gut anstehen, hier eine Infrastruktur für den öffentl. Nahverkehr in Nähe des Ortskerns aufzubauen und gleichzeitig vernünftige Parkkapazitäten zu schaffen anstatt (vermutlich mal wieder) zu versuchen, das ganze als Bauplätze zu verhökern. Vielleicht steht der Bürgermeister einem solchen Vorschlag offen gegenüber, denn nicht nur die Saarburgerstrasse ist zugeparkt, sondern der ganze Ortskern auch. Die Bushaltestellen im Ortskern sowie vor der Grundschule helfen niemandem weiter, da schlecht anzufahren und keine Parkmöglichkeiten.

e. Der P&R an der Autobahnabfahrt liegt ja mitten in der Pampa, was den Vorteil hat, dass auch hier erweitert werden könnte. Es würde schon ausreichen, das dahinter liegende Gelände, was derzeit von der Strassenwacht genutzt wird, als Parkplatz zur Verfügung zu habe. Das Lagerhaus für das Salz der Strassenverwaltung könnte man sicher auch woanders hinstellen, ohne dass jemand damit Schmerzen hat.

f. Hat jetzt mal nix mit RSW zu tun, aber es gibt jetzt die neue Buslinie der RGTR (315) die die Bushaltestelle an Perl Maimühle anführt. Glückwunsch: Keine Parkplätze, kein Unterstand. Die Leute parken jetzt in landwirtschaftl. Wegen oder auf den Parkplätzen der Einkaufszentren. Würde auch hier mehr Sinn machen, einen zentralen Punkt in Perl anzufahren.

Mir ist klar, dass nicht alles sofort umsetzbar sein wird. Aber weshalb sollte es schaden, die Zeit der Brückensperrung für Gespräche mit Bürgermeister bzw. Landesamt für Strassenwesen zu führen, um dies zu prüfen?

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Schönen Abend

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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon bayla » 8. Jul 2009, 13:50

Hallo,

ich hoffe, dass nach der Öffnung der Brücke Nennig - Remich der Bus 159 von Losheim über Orscholz nach Luxemburg wieder die alte Strecke fährt. Natürlich verstehe ich diejenigen, die in Perl wohnen und es jetzt bequem haben durch die Umleitung. Sie müssen ja auch keinen Umweg fahren. Es ist nicht nur der Zeitverlust morgens und abends, der nervt. Allein die Gurkerei durch Oberperl bis zum Vereinshaus ist für den Busfahrer und die Mitfahrenden eine Zumutung. Es mag zwar sein, dass in Perl genügend Parkplätze vorhanden sind, aber nicht alle Parkplätze sind mit dem Bus gut zu erreichen. Da ich weiß, dass es sich ja um einen begrenzten Zeitraum handelt, nehme ich diesen Umweg gerne in Kauf. Der Vorschlag von busfan, über Nennig nach Perl und wieder zurück nach Remich zu fahren, macht m.E. keinen Sinn. So schön es auch an der Mosel ist, jeden Tag eine Moselrundfahrt zum machen, macht keine Laune. Das würde viele Fahrgäste abschrecken und der Weg über Nennig ist von Losheim - Orscholz her gesehen nunmal der Kürzere. Für den Schnellbus über die Autobahn von Saarlouis hat die Brückensperrung ja keine Nachteile, sonder eher Vorteile. Diese Fahrgäste sind, wenn der Tunnel mal wieder komplett geöffnet ist, sogar schneller als vorher. Da die Schnellbusse immer zeitgleich mit der Linie 159 fahren, wäre es auch in Zukunft kein Problem, wenn dieser Bus nicht über Nennig fährt, sondern so wie zur Zeit. Evtl. könnte man hier überlegen, ob man nicht direkt an der Autobahnabfahrt Perl eine Bushaltestelle einrichtet für die Perler / Bescher mit Parkplatz, so dass dieser Bus nur müsste kurz runter von der Autobahn und direkt wieder auf die Autobahn drauf. Auch wenn es bequem ist, zu Fuß zum Bus zu kommen. Die wenigsten hier auf dem Land kommen in den Genuß. Ich muss auch morgens mehrere Kilometer fahren bis zur nächsten Bushaltestelle. Und sogar, wenn man in Orscholz wohnt (je nachdem wo), dann muss man mit dem Auto zur Bushaltestelle fahren, falls man keine Lust hat, 15-20 Minuten dorthin zu gehen.
Ich hoffe, dass die RSW eine für die meisten verträgliche Lösung nach Wiederöffnung der Remicher Brücke findet.
Gruß
Bayla
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