Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon Anne » 3. Aug 2009, 11:20

Hallo Leute,

ich bin gerade mal aus dem Urlaub zurück und kann nur kopfschüttelnd die Beiträge lesen. Ich schlage mal vor, dass ihr lieber gleich mit Boxhandschuhen aufeinander losgeht, denn etwas konstruktives wird diesen Diskussionen nicht entspringen. Sich da gegenseitig im immer biestigeren Ton anzukeifen, bringt meiner Ansicht nach rein gar nichts, ausser die innere Ruhe zu verlieren und den Ueberblick sowieso. Da werden Argumente gebracht, ohne Konsequenzen zu bedenken und zubeissen steht anscheinend leider vor dem nachdenken.

Es wurde zum Beispiel übersehen, dass schon heute sehr viele Mitfahrenden mit dem Auto zur Bushaltestelle fahren, da sie sonst nicht sicher sind, abends wieder heimzukommen. Die Sache hat einen Haken, den ihr bei dem ganzen Geschrei nicht mal angesprochen habt: Bushaltestelle erreichen ist weniger die Schwierigkeit, dort sicher zu parken ist schon eine andere Geschichte. Ich habe immer den ersten frühen Bus am Zoll genommen, da sonst der Parkplatz so gut wie dicht war und ich keine Lust habe, wie einige das Auto egal wo abzustellen, Hauptsache es steht (auch wenn im Weg der anderen, die dann wohl nicht mehr aus ihrer Lücke herauskommen). Dazu kommt der Spass, im Winter dort nicht mal die eigene Hand vor Dunkelheit sehen zu können, von lustigen Rutschpartien ganz zu schweigen. Also, die Bedingungen stimmen nicht, besser wäre es in jedem Fall, funktionierende/effektive Zubringermöglichkeiten zu schaffen (vielleicht mit Kleinbussen). Es ist im übrigen umwelttechnisch idiotisch, 20 km Autofahrt draufzuhauen (Perl-Nennig Zoll-Perl), um die Bushaltestelle zu erreichen, wenn die eigentliche Busfahrt (hin und zurück zwischen Nennig und Lux-Stadt) ungefähr 46 km ausmacht. Sinn und Zweck der Uebung voll verfehlt. Ich kenne einige, die tatsächlich kein eigenes Auto haben und komplett auf den Bus angewiesen sind (manche aus ökologischen Gründen, andere haben Angst zu fahren...). Man denke dabei bitte auch an junge Familien, die sich keine zwei Autos leisten können und wo die Mutter die Kiste wohl oder übel fahren muss, da sie die Kinder durch die Gegend kutschiert und die Einkäufe tätigt. Wenn der Vater zur Arbeit möchte, kann er laut eurem Kalkül morgens von Madame zur Haltestelle gefahren werden (mit zwei schreienden, da früh geweckten, Kids auf der Rückbank).

Ich glaube, es haben alle klar und deutlich verstanden, dass es wünschenswert wäre, den Saarlouis-Bus als Schnellbus über die Autobahn zu jagen und nicht quer Beet nochmals über Besch und Nennig. Das leuchtet mir auch ein. Andererseits muss eine Lösung gefunden werden, um diejenigen Menschen, die in den Dörfern zwischen Perl/Oberperl und Nennig-Zoll Leben, einen korrekten und zuverlässigen Zubringerdienst zu bieten, dies würde auch etliche Autos von der Strasse und den Parkplätzen holen. Es kann schliesslich nicht sein, dass diejenigen, welche sich nahe der Grenze niedergelassen haben, um näher am Arbeitsplatz zu sein (und dafür bereit waren, tiefer in die Tasche zu greifen), am Ende den kürzeren ziehen und die schlechtesten Fahrkonditionen haben. Darüber könnte man sich auch so seine Gedanken machen.

Aggressionsfrei und in aller Freundschaft,

Anne
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon busfan » 4. Aug 2009, 14:52

Exactement. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

Wie sieht denn die RSW den Punkt?
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Ein Sommernach(mittag-)tstraum…

Beitragvon Anne » 5. Aug 2009, 09:46

Vor einiger Zeit wurde diskutiert, wie mehr Leute von der Strasse in den Bus zu bekommen seien. Nachfolgend eine erquickende Kleingeschichte, welche verdeutlicht, wie Busfahrende Bürger gerne wieder zu stinknormalen Autofahrern werden.

Nachdem wohl im Juli das Chaos in Sachen Zubringerdienst zwischen Perl und Nennig herrschte (wurde mir zugetragen, ich war glücklicherweise dank Urlaubsfee verschont), hatte ich nun die grosse Freude am gestrigen Tag (um 16:26) am Royal in einen rot-weissen Linienbus zu steigen. Welch eine wundervolle Kutsche (seufz) nachdem ich morgens (wie täglich, 6:26 ab Nennig) ca. eine Stunde im unzutmutbaren Stadtbus sitzen durfte. Letzterer ist für Kurzfahrten gedacht und liefert einen mit Rückenschmerzen, abgestorbenen Beinen und entsprechend grantiger Stimmung an der Arbeitsstelle ab. Irgend etwas habe ich da wohl falsch gelesen, denn mit „komfortablen Überlandbussen fahren Sie bequem und stressfrei“ hat dies rein gar nichts zu tun. Werde an meinem Verständnis der deutschen Sprache noch arbeiten müssen. Das Nachmittagsggefährt war wohltemperiert, die Sitze gut gepolstert und verstellbar, damit verging die lange Fahrt bis Perl wie im Schlaf (wortwörtlich). Mit einiger Verfrühung (17:12) waren wir am Vereinhaus und warteten nun auf den 17:19 Verbindungsbus. So langsam köchelten wir in der schönen Sonne vor uns hin, Vögel zwischerten, ohne Sitzmöglichkeit standen wir uns die beine in den Bauch, doch vom Bus fehlte jede Spur. Schliesslich riefen wir das Busunternehmen Müller-Nies an, wurden per Auto abgeholt und an unser Ziel gebracht. Die Erklärung: man wüsste nicht, wo der Bus sei, pünktlich losgefahren, stecke er wahrscheinlich irgendwo in Luxemburg. Ahaaa. Ich gebe gern zu, blond zu sein, aber veräppeln kann ich mich selbst, so dreist zu lügen ist unverschämt. Wir haben August, auf den Strassen ist rein gar nichts los und besagter Bus stand wohl sicher bei Müller-Nies auf dem Unternehmensparkplatz oder war auf einer anderen Fahrt unterwegs. Die gleiche plumpe Ausrede hatte ich übrigens bereits in der Vergangenheit von Frau Nies erhalten, nachdem ein Bus einfach mal nicht erschien („steckt wohl im Stau“) nur ergab eine Rückfrage beim Fahrer am nächsten Tag, dass der Bus nicht fahren konnte (war in der Waschanlage) und gestrichen wurde. Dumm gelaufen.

Was lernen wir daraus?

Wenn man sich nicht auf seinen Busunternehmer verlassen kann, darf es keinen wundern, wenn entsprechend die Zahl der Fahrgäste kontinuierlich sinkt und diese zu anderen Fahrbetrieben (z.B. die Luxemburgischen) bzw.Transportmitteln wechseln.

Es möchte kein Fahrgast morgens zur Arbeit fahren, ohne zu wissen ob er abends nach 11stündigem Auftenhalt in Luxemburg ohne lange Wartezeit nach hause kommen kann... Da ist es von vornherein sicherer, gleich in das eigene Auto zu steigen. Wem nach einem sehr langen Tag gerade mal 4-5 Stunden Freizeit bleiben, möchte nicht 30 Minuten Wartezeit verschenken, es sei denn, er hat wirklich ein leeres Leben.

Wird man dazu auch noch dreist angelogen, denkt man sich sein übriges zur Seriosität und Qualität des Busunternehmers. Da hilft es auch nicht, schnell mal den Ehemann mit Kfz zur Bushaltestelle zu schicken, um die Leute einzusammeln, der Ruf ist futsch.

Mir ist aufgefallen, dass immer mehr Leute auf das Auto umsteigen, denn auf so einen Service möchte sich natürlich niemand verlassen. Umwelt bleibt dabei auf der Strecke, schliesslich können wir keine Fahrräder im Bus mitführen (was mitunter wünschenwert wäre, dennoch völlig unpraktikabel).

Fazit

Mir war bereits aufgefallen, dass immer mehr Fahrgäste spurlos „verschwinden“. Ein Wunder? Schön weiter so, damit erreichen dermassen zuverlässige Unternehmen sicher ein Zuwachs an Kundschaft. Mal sehen, wie und ob ich es heute Abend pünktlich nach Hause schaffe und die Nerven habe, es weiter zu versuchen, oder ob ich mein Auto gleich fahrbereit vor die Tür stelle, obwohl mit der Gedanke es zu benutzen gründlich gegen den Strich geht...
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon Nachtfalke » 13. Aug 2009, 13:23

Hallo zusammen,

hallo Anne,

also ein paar Kommentare kann ich mir jetzt nicht verkneifen.

Ironie an!

Also ich geb dir bei dieser Aussage vollkommen Recht:

Anne hat geschrieben:und dafür bereit waren, tiefer in die Tasche zu greifen


Meine Armut kotzt mich auch an!

Dass du mit uns armen Leuten in einem Bus mitfährst ist schon wahnsinn! Hut ab! Dankschön!

Zu der Aussage:
Anne hat geschrieben:die schlechtesten Fahrkonditionen


Du hast es bestimmt auch nicht nötig gehabt die 40-45 EURO günstigere Monatsfahrkarte mit in eine Finanzierung rechnen zu lassen.

Zu der Aussage:
Anne hat geschrieben:die sich keine zwei Autos leisten können


Dazu kann ich nur sagen, dass meine Familie sich nur ein Auto leisten kann, da meine Frau arbeitslos ist und ich bis zur Bushaltestelle 50 km fahren muss. Wieso sich aber ein Perler keine zwei Autos leisten kann, verstehe ich nicht. Oder hängt das damit zusammen, dass das Geld für das Haus drauf gegangen ist?!

Ironie aus!

Ansonsten mache ich den Vorschlag, dass die 159 weiterhin durch Perl fährt und die Haltestelle "Nennig Zoll" wegfällt. D.h. weiter, dass erst wieder Cactus von allen Linen angefahren würde.
Die 155 soll weiterhin wie so oft hier schon gefordert, gewünscht ein wirklicher Schnellbus bleiben.

Und dass soviele Leute momentan nicht mit dem Bus fahren, wird sich nach den Sommerferien, Baustellen auch wieder ändern. Vorallem im Winter.

LG
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon Anni1984 » 13. Aug 2009, 19:30

Hallo Nachtfalke.

Nachtfalke hat geschrieben:Ansonsten mache ich den Vorschlag, dass die 159 weiterhin durch Perl fährt und die Haltestelle "Nennig Zoll" wegfällt. D.h. weiter, dass erst wieder Cactus von allen Linen angefahren würde.
Die 155 soll weiterhin wie so oft hier schon gefordert, gewünscht ein wirklicher Schnellbus bleiben.


Dein Vorschlag die 155 weiter über die Autobahn fahren zu lassen finde ich gut! So würde der Schnellbus auch weiterhin ein Schnellbus bleiben.

Allerdings muss ich dir bei dem Vorschlag uns (die jeden Tag die Linie 159 von Losheim, Mettlach, Orscholz oder Oberleuken aus nutzen) dann auf Dauer jeden Tag einen Umweg von mind. 30 (!) Minuten fahren zu lassen, widersprechen! Die meisten mit denen man sich an der Haltestelle bzw. im Bus unterhält fahren im Moment auch nur mit dem Bus, weil jeder von uns sich immer wieder sagt, dass es ja nur ein vorübergehender Zustand ist. Der Schnellbus ist nicht der einzige Bus der eine Umleitung fährt. Wir leider auch (und das leider noch eine zeitlang länger als der Schnellbus). I
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon busfan » 3. Sep 2009, 23:07

Hallo Herr Joris,

würde mich freuen, etwas zu erfahren über die Situation nach der Brückenöffnung.
Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, um der Situation der weiter im Hinterland lebenden Grenzgänger einerseits und der erhofften besseren Frequentierung in Grenznähe andererseits Rechnung zu tragen.

Hier mein Vorschlag für eine vernünftige Anpassung der Linien:

Linie 155: Kommt über die Autobahn mit Stops in Saarlouis, Dillingen, Perl Vereinshaus, Besch, Nennig.

Linie 159: Fährt über Land: Losheim, Brotdorf, Merzig, Mettlach, Orscholz, Oberleuken, Sinz (Nennig nur eventuell).

Den Stop in Moutfort würde ich grundsätzlich entfallen lassen und in Sandweiler immer die Umgehung nehmen. Erste Haltestelle in Luxemburg somit Kirchberg.
Die Anzahl der Haltestellen in Orscholz und Mettlach könnte man jeweils um 1 reduzieren was sicherlich zumutbar wäre.
Die Linie 156 würde ich komplett einstellen, da mit dieser Aufteilung nicht mehr benötigt. Anstatt schrottige Zubringerbusse in der Gegend herumzuschicken, würde ich diese sowie die (finanziellen/materiellen) Kapazitäten in den Ausbau der Linie 159 investieren.

Erhoffte Ergebnisse er Massnahme (bitte nicht auf die Goldwaage legen, da Sie sicherlich ein besseres Planungsprogramm haben, um das durchzuchecken):
- Die Fahrtzeiten von beiden Endhaltestellen bis in die Stadt sind in etwa identisch und somit "gerecht"
- Die Überschneidungen der Linien werden beseitigt. Losheim erhält mehr Kapazitäten; es entstehen 2 vernünftige eigenständige Linien.
- Beide Linien übernehmen einen Teil der Verantwortung für die Orte dazwischen, wo Personen aufzunehmen sind. Der Schnellbus kann ab Dillingen bis Perl durchziehen, muss dafür Besch und Nennig einladen. Der Bus aus Losheim fährt über Merzig und kann auch noch Brotdorf bedienen. Er lädt bis einschl. Oberleuken und braucht dafür in Nennig nicht mehr zu stoppen.

Das wäre mein Vorschlag für die "Nahzielbekämpfung". Für die Zukunft des Nahverkehrs in unserem Raum und die Anbindung weiterer Orte, sehe ich sowieso nur einen grundsätzlich anderen Aufbau des Verkehrsnetzes. Für Perl stelle ich mir das so vor: Einsammeln von Fahrgästen für alle Destinationen durch kurz getaktete "Lumpensammler" die einen 3/4 Stundentakt zu allen Orten der Gemeinde sicherstellen. Abgeliefert wird an 2 Haltestellen: Perl Einkaufszentrum sowie (neu zu errichtender) Busbahnhof in Perl-Besch Industriegebiet (ggf. sogar Bahnanbindung möglich). Anbindung des Busbahnhofs: Linie nach LU Kirchberg => Stadt; Linie nach Merzig => Saarlouis; Linie nach Saarburg; Linie nach Mettlach-Losheim; Bahnverbindung Trier sowie Frankreich. Auch die Umliegenden Gemeinden/Stadtverbände müssten sich in dieser Form organisieren und die Fahrgäste für die ext. Linien poolen.

Erhoffte Ergebnisse:
- Innerhalb der Gemeinden kommt man ohne Auto an jeden Ort, ältere Menschen auch zum Einkaufen => radikale Abnahme des Fahrzeugverkehrs
- Die externen Buslinien sind besser ausgelastet und können höher getaktet werden (dann gäbe es auch keine Überschneidung mehr von 155 und 159 auf der Lux. Seite)
- Eventuell könnten ext. Buslinien zu echten Fernbuslinien werden und weitere Busterminals miteinander verbinden
- Denkbar wäre auch eine Anbindung an lux. oder fr. Verkehrsverbund (ist in unserer Region nur ein Katzensprung).

Ich hoffe, dass wir wenigstens in der Nahzielbekämpfung weiterkommen.

Beste Grüße

busfan
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon Anne » 4. Sep 2009, 08:48

Hallo Busfan,

du kannst dich auf wütende Kommentare der Saarlouis-Leute einstellen, denn dein Vorschlag ist genau, was diese gerade eben partout nicht wollen... Steht übrigens hier und da im Forum, einfach nachlesen. Du gehst ausserdem sichtlich davon aus, dass alle am Kirchberg arbeiten (wie du wahrscheinlich), das is jedoch nicht der Fall, du wirst es unglaublich finden, doch viele von uns sind in der Stadt tätig (doch, wirklich) und über den Kirchberg zu gurken, ist ein schöner Zeitverlust. Eigentlich wäre es logischer, den Kirchberger Bus am Auchan anfahren zu lassen und dann über die Stadt zu fahren, aus Erfahrung ist man dann schneller weg (die Städter konnen den Bus 10 Min. später holen, das Ergebnis ist am Ende gleich). Nur die Leute die von Strassen kommen, müssten erst separat bis in die Stadt, da liegt schon ein Haken.

Jaja, die 159 soll nicht mehr in Nennig halten... die Leute können ja zu Fuss zur Arbeit... oder in die Gegenrichtung nach Sinz fahren und dort nach einem Parkplatz suchen, nur wo...

Zur Info, der Parkplatz am Vereinshaus hat die gleichen Vorteile, wie der in Nennig: er liegt einsam, dunkel und ungeschützt, alles was wir Mädels lieben, wenn wir auf einen Bus warten, es ist wirklich soooo angenehm. Macht ja nichts, da du die 156 abgeschafft hast, laufen wir Leute ja eh nach Nennig rüber, da brauchen wir uns ja nicht am Vereinshaus aufzuhalten.

Ueber die Bushaltestelle Perl-Einkaufszentrum lache ich mich schlapp, wo soll die denn sein? Ich stelle mir bildlich die Oma vor, welche ihren Rollwagen hinter sich zieht und freudig zwischen Rewe, Schlecker und Aldi den Weinberg hoch und runter dackelt. Ist ja auch alles an derselben Stelle. Da müssten wohl ein Paar mehr Haltestellen her. Wer benötigt denn einen Busbahnhof im Bescher Industriegebiet? Möchte jemand vielleicht Steine per Bus transportieren? Die Geschäfte, die sich dort befinden, sind typisch etwas, wo man selten hingeht und wenn, dann um grössere Einkäufe zu machen und die werden besser im Wagen verstaut. Ich kann mal die Leute fragen, die dort arbeiten, ob sie ein an einer Busverbindung Interesse haben, doch die Antwort kann ich mir schon denken (die haben alle schöne Parkplätze).

Das einzige, was Sinn macht, wäre ein korrekt getakteter Pendelverkehr zwischen Perl und Nennig, bzw. Sinz, mit entsprechenden Haltestellen, die es älteren Menschen ermöglichen, ohne Fremde Hilfe einzukaufen, oder zum Friseur zu fahren. Habe ich schon mehrmalig angesprochen (auch direkt mit dem Busunternehmen), doch so etwas wird es erstmal aus Mangel an Fahrern und Bussen nicht geben.

Ansonsten hätte wohl diese Art der Umstellung eine tatsächliche Folge, ich bin dann garantiert nicht die Einzige, die vom Bus ins Auto umsteigen würde (es sind ja schon genügend Leute durch die Bausituation abgesprungen). Das wissen schliesslich auch die Planer, die sich wahrscheinlich zur Zeit den Kopf über die Situation zerbrechen, denn viel Zeit bleibt ja nicht. Planung ist ein sehr schwieriges Unterfangen...

Liebe Grüsse

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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon Bankert » 4. Sep 2009, 14:21

Guten Tag,

Anne hat geschrieben:Zur Info, der Parkplatz am Vereinshaus hat die gleichen Vorteile, wie der in Nennig: er liegt einsam, dunkel und ungeschützt, alles was wir Mädels lieben, wenn wir auf einen Bus warten, es ist wirklich soooo angenehm. Macht ja nichts, da du die 156 abgeschafft hast, laufen wir Leute ja eh nach Nennig rüber, da brauchen wir uns ja nicht am Vereinshaus aufzuhalten.


Für alle die nicht über die Ortskenntnisse von Anne verfügen:

Ich wohne schon jahrelang in Perl...
Ich bin jahrelang in Nennig-Zoll in den Bus eingestiegen...

Neu ist mir allerdings, dass der Parkplatz am Vereinshaus einsam, dunkel und ungeschützt liegt... :roll:

Da sind doch rundum Häuser - bewohnte Häuser, der Sportplatz und das Vereinshaus. Außerdem ist der Parkplatz meiner Meinung nach sehr gut zu "überschauen".

Bevor ich es vergesse - die Haltestelle am Vereinshaus ist direkt neben dem Parkplatz... :lol:

Schönen Tag noch
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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon busfan » 5. Sep 2009, 15:30

Hallo Anne,

Dein Text ist ja recht lange, aber etwas wirklich neues kann ich nicht erkennen, was insbesondere dabei hilft, die Interessen der Menschen in Grenznähe und die Interessen derer im Hinterland zusammenzubringen.

Dass ein Bus eine gewisse Fahrzeit hat die ggf. auch länger sein kann als eine Punkt-zu-Punkt Verbindung mit dem Auto ist schon klar (ehrlicherweise müsste man sicherlich noch die Parkplatzsuche in Luxemburg hinzurechnen, gell?). Aber hallo: Das Teil hat 60 Sitzplätze und es ist nicht sonderlich wirtschaftlich, damit halbleer in der Gegend herumzugurken. Daher der Gedanke, die Buslinien so zu strukturieren, dass das System ausreichend schnell ist, trotzdem sämtliche Haltestellen angefahren werden, wir für alle eine gute Frequenz bekommen und wir aus der eingesparten 156 Mittel gewinnen für einen Ausbau der 159.

Desweiteren hast Du den Text offenbar nur sehr flüchtig gelesen: Es wird einen Halt in Nennig geben, aber den sah ich nur bei einer Linie für notwendig an (155). Würden wir alle Busse überall mit noch mehr Haltestellen rumdaddeln lassen und beide Linien teilweise Haltestellen doppelt abgrasen, wäre es dann attraktiver? Dann wäre die Strecke von Saarlouis nach Luxemburg vielleicht bis zur Mittagspause gut zu schaffen. Aber die Parkplätze in Luxemburg können gar nicht teuer genug sein, damit sich einige Herrschaften nicht wie die Prinzessin auf der Erbse aufführen und um ein paar Minuten schachern (wenn überhaupt). Im übrigen wir die Fahrzeit

Wenn Du sowieso schon bis an die Grenze fährst (das leite ich aus Deiner Parkplatzkunde ab), dann wäre es vielleicht sinnvoll, gleich bis auf die lux Seite weiterzufahren. Dort gibt es Busse, die nicht über den Kirchberg in die Stadt fahren. Vielleicht wäre auch die Linie 315 eine Möglichkeit. Aber egal.

Du wirst ziemlich viel in einen Topf. Kurzfristig war mein Vorschlag, die Linienführung anzupassen. Langfristig war mein Vorschlag, die Verkehrsstruktur grundsätzlich lokal/extern aufzugliedern mit den entsprechenden Vorteilen. Langfristig heisst also, nicht morgen. Das werden wir auch in diesem Forum sicherlich nicht ausdiskutieren können.

Zu der langfristigen Variante, lokale Betrachtung: Vielleicht hast Du noch die Alternative auf das Auto umzusteigen, viele ältere Leute haben die nicht oder wären froh, sie könnten es (zu unser aller Wohl) stehen lassen. Ältere Leute haben auch Knete und wenn man sieht, was ein Auto kostet, ist es eine gute Sache, diese Klientel für den ÖPNV zu gewinnen weil damit ein wichtiger Beitrag zur Kostendeckung geleistet wird. Falls es Dir noch nicht aufgefallen ist, wohnen wir übrigens in einem Staat, in dem die älteren bald die Mehrheit sind. Es macht also Sinn, eine Lösung mit der Mehrheit zu finden als gegen die Mehrheit. Vielleicht musst Du in 20 Jahren mit einer Oma diskutieren, ob die noch Bock hat, Busse mitzufinanzieren, die mit ein paar Jungfüchsen von Saarlouis bis nach Luxemburg eiern?

Im übrigen ist das hier ein Forum, in dem Lösungen diskutiert werden (wenn man ausser dem Althergebrachten was dazu beitragen kann, denn davon steht schon alles voll).

Und wenn wir mal ganz ehrlich sind (und auch das stand schon irgendwo mal im Forum). Bei allem Verständnis, ist aber doch auch klar, dass es ein bisschen länger bis zum Arbeitsplatz dauert, wenn man sehr weit davon entfernt wohnt (und das ist, mit Verlaub, eine ganz persönliche individuelle Entscheidung) ? Ich finde, die Grenzgänger aus der Ecke Saarlouis sollten sich über die Buslinie wirklich glücklich schätzen, denn sonst wäre der nächste Umzug oder Arbeitsplatzwechsel vorprogrammiert. Ist das besser?

Daher noch einmal mein Appell, bitte an einer Lösung für die Grenznahen und unsere Long-Distance Pendler zu finden.

Beste Grüße

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Re: Wie geht es nach der Reparatur der Remicher Brücke weiter?

Beitragvon nad » 9. Sep 2009, 09:54

Also eine kurze Anmerkung zum ersten Beitrag hier: Sinz u Nennig einfach auszuschliessen und nur durch Perl zu fahren würde mich zum Autofahrer werden lassen: ich hab in Sinz ein Haus gekauft WEIL es auf der direkten Strecke des SLB liegt. Eine Frequenzsenkung auf einmal pro Stunde (wie in 2007) damit die Perler eine erhöhte Frequenz haben können, dagegen hab ich überhaupt nichts. So lange ich in Sinz einen anderen Bus kriege morgens als nur den 0620 (den ich nicht nehme - ich fahre mit dem Auto bis Perl im Moment - und nehme von da den Bus, wenn er mir nicht vor der Nase wegfährt wie heute morgen) bin ich zufrieden.
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